IT-Sicherheitsschulung / Security Awareness

IT-Sicherheitsschulung.
Sicher handeln im Arbeitsalltag.

Ein ganztägiges Training für Mitarbeitende und Anwender: Angriffsversuche erkennen, sensible Informationen schützen und im Verdachtsfall richtig reagieren. Mit realistischen Beispielen, praktischen Übungen und den Meldewegen Ihres Unternehmens.

Für Fachbereiche und Teams ohne spezielle IT-Sicherheitskenntnisse; grundlegende Erfahrung mit E-Mail und digitalen Anwendungen genügt.

03 / Security Awareness

Ein Schulungstag.
Konkrete Handlungsroutinen.

Der Festpreis gilt für eine deutschsprachige Schulung einer Gruppe mit bis zu 20 Personen aus einem Unternehmen. Enthalten sind eine vorbereitende Abstimmung bis 30 Minuten, Anpassung der Beispiele an die Zielgruppe, sechs Zeitstunden Training zuzüglich Pausen, digitale Unterlagen und eine gemeinsame Lernkontrolle.

Die Schulung findet vorrangig vor Ort in Ihren Unternehmensräumen statt. Bei besonderem Bedarf ist eine interaktive Remote-Durchführung nach vorheriger Abstimmung möglich. Weitere Gruppen, Termine, umfangreiche Individualkonzepte oder andere Sprachen werden gesondert angeboten.

Lernmethodik

Verstehen. Anwenden. Übertragen.

Wissensimpulse wechseln mit Beispielen, Diskussion und Übung. Schwerpunkte richten sich nach Rollen und Anwendungen; Mitarbeitende werden nicht als Schwachstelle bewertet. Sichere Prozesse und technische Schutzmaßnahmen bleiben ebenso wichtig.

01VERSTEHEN

Mechanismen einordnen

Kurze Fachimpulse erläutern Angriffsmuster und Schutzmaßnahmen anhand nachvollziehbarer Situationen aus dem Arbeitsalltag.

02ANWENDEN

Entscheidungen üben

Vorbereitete Nachrichten, Rollenspiele und isolierte Demonstrationen verbinden Wissen mit konkreten Prüf- und Handlungsschritten.

03ÜBERTRAGEN

Routinen festigen

Szenariofragen, gemeinsame Auflösung und betriebliche Meldewege führen zu Checklisten und einer persönlichen Handlungsroutine.

Schulungsinhalte / sechs Module

Vom Angriffsmuster zur Handlung.

Alle sechs Module gehören zum Schulungstag. Die Fallbeispiele werden vor dem Termin auf Aktualität geprüft und im vereinbarten Rahmen an Branche, Arbeitsweise und Meldewege angepasst. Ziel ist die begründete Entscheidung, nicht das Auswendiglernen einer Liste von Warnzeichen.

01 / SchulungsmodulWissen · Übung · Transfer

Phishing & Zahlungsbetrug

Was muss vor einem Login, Download oder einer Zahlungsfreigabe geprüft werden?

Inhalte & Handlungsregeln

  1. Anzeigename, Absenderdomain, Linkziel und tatsächliche Handlung unterscheiden; personalisierte Buchungs- oder Rechnungsdaten sind kein Beleg für einen vertrauenswürdigen Absender.
  2. Spear-Phishing, QR-Code-Phishing, SMS und Messenger-Nachrichten anhand von Kontext, Zieladresse und gefordertem Schritt einordnen; korrektes Deutsch und HTTPS allein belegen keine Legitimität.
  3. Geänderte Bankverbindungen und dringende Zahlungsanweisungen über bekannte, unabhängig ermittelte Kontaktdaten rückbestätigen und den vereinbarten Freigabeprozess einhalten.
Praktische Übung
Mehrere vorbereitete Nachrichten vergleichen und für jeden Fall Prüfschritt, unabhängigen Rückkanal und Meldeentscheidung begründen.
Lernziel
Die Teilnehmenden können eine verdächtige Anfrage unterbrechen und über einen sicheren Rückkanal überprüfen.
Abgrenzung
Screenshots und isolierte Demonstrationen statt Versand echter Köder an Mitarbeitende; keine Auswertung individueller Klickquoten.
02 / SchulungsmodulWissen · Übung · Transfer

Social Engineering & KI-Täuschung

Wie lässt sich eine angebliche Autorität unabhängig überprüfen?

Inhalte & Handlungsregeln

  1. Autorität, Zeitdruck, Hilfsbereitschaft und Geheimhaltung als Manipulationsmuster erkennen: vermeintlicher IT-Support, Geschäftsführung, Lieferant oder Besucher.
  2. Stimm- und Videonachahmung sowie KI-generierte Texte einordnen; eine vertraut klingende Stimme oder bekannte persönliche Details ersetzen keine Identitätsprüfung.
  3. Keine Passwörter, Einmalcodes oder Fernzugriffe auf Zuruf freigeben; Besucher und Zugangsanforderungen nach dem abgestimmten Unternehmensprozess behandeln.
Praktische Übung
Rollenspiel zu einer dringenden Support- oder Zahlungsanfrage; gemeinsam eine verifizierbare Rückfrage und Eskalation formulieren.
Lernziel
Unberechtigte Anfragen werden ohne Konfrontation gestoppt und an die richtige Stelle weitergegeben.
Abgrenzung
Keine heimlichen Anrufe, unangekündigten Zutrittsversuche oder Täuschungstests gegen reale Personen.
03 / SchulungsmodulWissen · Übung · Transfer

Passwörter, MFA & Kontoschutz

Welche Freigabe gehört tatsächlich zur eigenen Anmeldung?

Inhalte & Handlungsregeln

  1. Lange, eindeutige Passwörter und freigegebene Passwortmanager verwenden; Wiederverwendung, Weitergabe und ungeschützte Ablage vermeiden.
  2. MFA-Anfragen nur zur bewusst gestarteten Anmeldung bestätigen; unerwartete Push-Anfragen, Codeabfragen und verdächtige Wiederherstellungsanforderungen melden.
  3. Passkeys und unterschiedliche MFA-Verfahren verständlich abgrenzen; auch nach einer Anmeldung bleiben Sitzungen, Freigaben und betrügerische Anfragen relevant.
Praktische Übung
Mit Demonstrationskonten eine Passwortmanager- und Anmeldesituation nachvollziehen und unangeforderte MFA-Anfragen bewerten.
Lernziel
Kontodaten bleiben vertraulich; die Teilnehmenden können eine unpassende Anmeldefreigabe erkennen und melden.
Abgrenzung
Keine Erfassung echter Passwörter oder Recovery-Codes und keine Änderungen an produktiven Konten.
04 / SchulungsmodulWissen · Übung · Transfer

Daten, Cloud & KI-Werkzeuge

Wer erhält welche Information und wozu?

Inhalte & Handlungsregeln

  1. Empfänger, Datenklassifizierung, Freigabetyp, Gastzugriff und Laufzeit vor dem Versand oder Teilen prüfen; öffentliche Links und Fehlversand von gezielten Freigaben unterscheiden.
  2. Nur freigegebene Speicher-, Kommunikations- und KI-Werkzeuge einsetzen; vertrauliche oder personenbezogene Inhalte nur im Rahmen der betrieblichen Freigabe verarbeiten.
  3. Makros, Downloads, Browsererweiterungen und ungeprüfte Software als zusätzliche Ausführung oder Berechtigung einordnen; KI-Antworten vor ihrer Nutzung fachlich prüfen.
Praktische Übung
Eine vorbereitete Cloud-Freigabe und eine KI-Eingabe beurteilen: nötige Informationen, zulässiges Werkzeug und geeigneter Empfängerkreis.
Lernziel
Die Teilnehmenden können unnötige Offenlegung vermeiden und erkennen, wann vorab eine Freigabe erforderlich ist.
Abgrenzung
Keine pauschale Aussage, dass sämtliche KI-Dienste Daten trainieren; vertragliche Einstellung und Unternehmensrichtlinie sind maßgeblich. Keine Rechtsberatung.
05 / SchulungsmodulWissen · Übung · Transfer

Arbeitsplatz & mobiles Arbeiten

Wie bleiben Gerät und Informationen im Alltag geschützt?

Inhalte & Handlungsregeln

  1. Bildschirm sperren, Dokumente und Ausdrucke geschützt behandeln, fremde Datenträger vermeiden und Besucherprozesse beachten.
  2. Updates, freigegebene Anwendungen, Gerätesperre und betriebliche VPN-Vorgaben im Homeoffice und unterwegs einhalten; VPN ist kein vollständiger Schutz vor Phishing.
  3. Private und dienstliche Nutzung nach den Unternehmensregeln trennen; bei Geräteverlust, verdächtigen Apps oder ungewöhnlichen Gerätezuständen die vorgesehenen Meldewege nutzen.
Praktische Übung
Anhand eines Arbeitsplatz- und Reiseszenarios kritische Situationen identifizieren und geeignete Handlungen zuordnen.
Lernziel
Die Teilnehmenden wenden konkrete Routinen zum Schutz von Geräten, Bildschirminhalten und Unterlagen an.
Abgrenzung
Kein persönliches Geräte-Audit oder Umbau von Homeoffice-Netzwerken; technische Umsetzung bleibt Aufgabe der verantwortlichen IT.
06 / SchulungsmodulWissen · Übung · Transfer

Vorfälle melden & richtig reagieren

Was ist nach einem verdächtigen Klick oder einer falschen Freigabe zu tun?

Inhalte & Handlungsregeln

  1. Verdacht frühzeitig über den abgestimmten Meldeweg melden, auch ohne Gewissheit und ohne Schuldzuweisung; Zeitpunkt, betroffenen Dienst und beobachtete Handlung sachlich beschreiben.
  2. Verdächtige Anhänge oder Links nicht erneut öffnen, keine eigenmächtigen Lösch-, Reparatur- oder Rücksetzversuche durchführen; weitere Schritte nach Vorgabe der zuständigen IT.
  3. Beweise datensparsam erhalten und sichere Kontaktwege auch bei Ausfall von E-Mail oder Teams kennen; nicht eigenständig externe Stellen oder vermeintliche Angreifer kontaktieren.
Praktische Übung
Ein Szenario vom verdächtigen Login bis zur ersten internen Meldung durchspielen; abschließende Szenariofragen mit gemeinsamer Auflösung.
Lernziel
Eine hilfreiche Meldung benennt den Vorfallkontext, erreicht den richtigen Ansprechpartner und vermeidet zusätzliche Risiken.
Abgrenzung
Die Übung ist keine Incident-Response-Leistung. Maßnahmen wie Netztrennung werden nach internem Notfallplan und Anweisung eingeordnet, nicht pauschal für jedes System vorgegeben.

Unterlagen & Lerntransfer

Wissen für den nächsten Arbeitstag.

Digitale Schulungsunterlagen, Checklisten für Nachrichten und Datenfreigaben sowie eine Meldekarte mit den abgestimmten internen Ansprechpartnern gehören zum Paket. Eine Teilnahmebestätigung mit Datum, Dauer und behandelten Themen wird bereitgestellt.

Lernkontrolle mit Szenarien

Kurze Einstiegs- und Abschlussfragen werden gemeinsam besprochen. Die Auswertung zeigt im Schulungskontext, welche Entscheidungen verständlich geworden sind und wo Rückfragen bestehen; sie belegt keine dauerhafte Verhaltensänderung oder reale Angriffserkennungsrate.

Nachbereitung für das Unternehmen

Eine kurze Zusammenfassung benennt behandelte Schwerpunkte, offene organisatorische Fragen und sinnvolle nächste Schritte. Es gibt keine individuellen Mitarbeiter-Ranglisten, verdeckte Leistungsbewertung oder Aufzeichnung; Namenslisten für Teilnahmebestätigungen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt.

Übungsbeispiel / fiktives Szenario

Echte Rechnung. Neue Bankverbindung.

Eine Nachricht enthält bekannte Rechnungsdaten und fordert unter Zeitdruck eine neue Zahlungsadresse. Die Gruppe trennt bekannte Informationen von verifizierter Herkunft, bestimmt einen unabhängigen Rückkanal und folgt dem internen Zahlungsfreigabeprozess.

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